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Pferde Schnittmuster – 7 Arten der Pferdeschur

Pferde Schnittmuster, aufkommenden Kosten und der Sinn einer Pferdeschur? – Wer den Entschluss gefasst hat, sein Pferd zu scheren, sollte zuvor einige Dinge beachten. In diesem Artikel dreht sich alles um die Schnittmuster der Pferdeschur.

Prinzipiell gibt es sieben Arten einer Pferdeschur. Diese hängen jedoch stark von der Haltung und körperlichen Beanspruchung des Tieres ab.

Hält sich das Pferd vorwiegend im Freien auf? Schwitzt das Pferd viel oder friert es schnell? Befindet sich das Tier in intensiver oder eher leichter Arbeit? Sind diese Fragen geklärt, fällt die Auswahl einer unten aufgeführten Schurart wesentlich leichter.

 

Bib-Schur

Diese Schur bietet sich besonders für Pferde an, die zum ersten Mal geschoren werden. Da nur ein minimaler Teil des Winterfells entfernt wird, kann sich das Tier bei dieser sanften Methode ideal mit einer Schur vertraut machen.

Die Bib-Variante gilt hierfür als sehr beliebt. Mitunter erweitern manche Pferdebesitzer die feine Schurlinie unter dem Bauch bis hinter die Gurtlage. Aus diesem Grund ist oftmals auch von einer Hals- und Bauchschur die Rede. Außerdem verhindert die verbesserte Luftzirkulation besonders in diesen Regionen ein vermehrtes Schwitzen.

 

 

Pferde, die mit dieser Schur ausgestattet sind, befinden sich in leichter Arbeit. Selbst ältere Pferde oder Vierbeiner mit Kreislaufproblemen profitieren bei hohen Temperaturen von diesem Schnitt. Mit einer passenden Decke können die Pferde auch rund um die Uhr im Freien gehalten werden.

Voraussetzung ist jedoch das Vorhandensein eines in der Nähe befindlichen Unterstandes.

 

Decken-Schur

Der Schnitt einer Decken-Schur findet sowohl bei mittelgradig bewegten Pferden Anwendung als auch bei Tieren, die tagsüber auf der Koppel weiden. Hier werden bewusst die Stellen freigelassen, an denen das Pferd weniger schwitzt. Das betrifft Kopf, Rücken mit Sattellage, Kruppe und Beine. Der Rest wird geschoren. Auf diese Weise ist es möglich, das Pferd warmzuhalten.

 

 

Ebenso schwitzt es nach Trainingseinheiten oder schwerer Arbeit nicht so intensiv. Für Pferde mit einem empfindlichen Rücken ist diese Schur optimal.

 

Chaser-Schur

Die Chaser-Schur ähnelt der Decken-Schur. Allerdings wird das Fell am Kopf bis auf die Ohren komplett geschoren. Unter dem Mähnenkamm im Nacken bleibt das Fell unberührt, sodass die Muskeln in diesem Bereich nicht auskühlen. Danach erstreckt sich die Chaser-Schur vom Pferdehals abwärts in einer geschwungenen Linie über Bauch, Flanken bis zur Hinterhand.

 

 

Diese Methode ist ebenfalls für mittelgradig gearbeitete Pferde geeignet, die auch am Tage auf der Koppel weiden.

 

Trace-Schur

Die Trace-Schur betrifft den Hals- und Ellenbogenbereich. Eine schmale Linie zieht sich über Bauch, Flanken und Hinterhand. Das Fell an Beinen und Kopf wird nicht geschoren. Somit besitzt das Pferd noch ausreichend Wärme, die es vor den zunehmend kalten Herbsttagen schützt.

 

 

Die Schermethode der Trace-Schur ist weitestgehend für mäßig bewegte Pferde geeignet.

 

Hunter-Schur

Die Hunter-Schur wird für Pferde in Betracht gezogen, die mittlere bis schwere Arbeit verrichten. Sie findet hauptsächlich bei Jagdpferden Anwendung, für die in den Herbstmonaten das Jagen ansteht. Das Fell bleibt dabei an den Beinen und am Kopf stehen.

 

 

Ebenso wird die Sattellage ausgespart, um besonders in diesem empfindlichen Bereich einen Satteldruck zu vermeiden. Das Tier besitzt somit noch einen gewissen Kälteschutz. Beeinträchtigt die Felllänge an einigen Stellen, kann es etwas gekürzt werden.

Dennoch ist es notwendig, den Vierbeiner nicht nur nach starken Anstrengungen sondern auch während ruhigen Trainingsphasen oder Ausritten warmzuhalten. Vorsicht vor Zugluft!

 

Irish-Schur

Die Irish-Schur ist schnell und einfach durchführbar. Deshalb eignet sie sich auch hervorragend für Jungpferde, die der Schermaschine noch ängstlich gegenüberstehen. Für diese Schur kommen ebenfalls Pferde infrage, die wenig bewegt werden und in leichter Arbeit stehen.

 

 

Die Schurmethode reduziert das Fell besonders an den stark schwitzenden Stellen und betrifft die Seiten vom Hals abwärts bis hinter die Vorderbeine. An den restlichen Stellen befindet sich noch genügend Winterfell zur Wärmespeicherung.

 

Vollschur

Diese Schur umfasst das gesamte Fell inklusive des Kopfes und der Beine. Aus tierschutzrechtlichen Gründen entfällt jedoch das Ausscheren der Ohren. Diese Regionen sind sehr empfindsam. Schon kleinste Wunden können zu gesundheitlichen Problemen führen.

Auch die feinen Tasthaare um die Maulpartie dürfen keinesfalls geschoren werden. Pferde können nicht erkennen, was sich unmittelbar vor dem Maul befindet. Die Sinneshaare dienen beim Grasen zum Ertasten von kleinen Steinchen oder anderen Hindernissen.

 

 

Geeignet ist die Vollschur für Sportpferde, die durch anhaltendes Training oder Teilnahme an Wettkämpfen ständig in Bewegung sind. In Ruhephasen oder bei geringer Bewegung sollte das Pferd vor Zugluft geschützt werden.


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