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Warum Schafe scheren?

Die meisten Tiere in freier Wildbahn haben einen natürlichen Fellwechsel. Das Winterfell unterscheidet sich in Struktur, Dichte und Qualität deutlich vom Sommerfell, und der Wechsel geht im Frühjahr wie im Herbst mit der Abstoßung des alten Fells einher. Auch bei Hund und Katz ist dies zu beobachten.

 

 

Scheren von Zuchtschafen

Zuchtschafe haben keinen natürlichen Fellwechsel mehr. Daher wird die Last für das Tier spätestens im Sommer unerträglich. So ist es nicht nur ein Gewinn für die „Wollindustrie“, dem Tier die Wolle abzunehmen. Das Schaf wird von seiner Last befreit. Eine Win-win-Situation also.

 

Mindestens einmal im Jahr…

Nach den Eisheiligen, Mitte Mai, wenn keine Fröste mehr erwartet werden, ist die Zeit der großen Schur. Um trockene Wolle zu bekommen, sollte der letzte Regen einige Tage her sein. Auch ist es ratsam, den Tieren am Vorabend sparsame Kost zu verordnen. Während der Schur müssen sie eine unnatürliche Haltung einnehmen, die Magen und Lunge einengt. Ein voller Magen wäre hier nur Quälerei.

 

Es gibt Rassen, die brauchen vor der Winterzeit im Stall eine zweite Schur. Der dichte Haarwuchs ist für die Stalltiere zu warm. Außerdem haben sie dadurch mehr Platz im Raum.
Für die Wolle hat es den Vorteil, dass das zartere Winterhaar dann bei der Maischur ganz außen ist und die Qualität nicht beeinträchtigt.


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